Hier ist dein Platz, um den Angehörigen dein Beileid zu bekunden, deiner eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder ihr einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.
Die Trauerfeier war Sonntag, 18. Juli 2021, um 12 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof HH-Ohlsdorf, Ilandkoppel 68 in Hamburg-Ohlsdorf.
Liebe Edna, lieber Joram, liebe Mitglieder des Auschwitzkomitees! Im Namen der ehemals vom Berufsverbot Betroffenen möchten wir unserer Trauer über den Tod von Esther Bejarano Ausdruck verleihen. Viele von uns bekamen in den 70er Jahren Berufsverbot, weil sie in der antifaschistischen Tradition der Widerstandskämpferinnen standen, wie sie Esther Bejarano verkörperte. Viele bekamen Berufsverbot, weil sie sich gegen Neonazis, Rassismus, Antisemitismus, Krieg und soziale Ungerechtigkeit engagierten. Sie wollten die Konsequenzen aus den wertvollen Erfahrungen ziehen, wie sie Esther Bejarano in so nachdrücklicher und eindrucksvoller Weise immer wieder vermittelte: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Esther und viele Widerstandskämpfer*innen ihrer Generation waren es, die uns im Kampf gegen unser Berufsverbot solidarisch zur Seite standen. Sie gaben uns Mut und Kraft. Sie verdeutlichten für uns die Kontinuität der politischen Verfolgung von der Nazizeit bis heute. Für Esther Bejarano war es selbstverständlich, als eine der Ersten unseren Aufruf „50 Jahre Berufsverbote – Demokratische Rechte verteidigen“ zu unterzeichnen. Genau darum ging es ihr auch im „Appell an die Jugend“, den sie zusammen mit Peter Gingold anlässlich des 50jährigen Bestehens der VVN 1997 verfasste: „Lasst euch von den verbliebenen demokratischen und sozialen Errungenschaften nichts wegnehmen. Das sind keine Geschenke der Regierenden. Es sind vor allem Errungenschaften antifaschistischen Widerstands bei Niederringung des Faschismus. Verteidigt, was ihr noch habt! Zivilcourage ist verlangt, nicht einmal besonderer Mut. Ihr riskiert nicht euer Leben wie die Frauen und Männer im antifaschistischen Widerstand. Und vergesst nie: Der Internationalismus und die Solidarität sind unentbehrlich in diesem Kampf.“ Dieses Vermächtnis wird uns und nachfolgenden Generationen helfen, weiter für die Verteidigung demokratischer Rechte einzutreten. Arbeitsausschuss der Initiativen gegen Berufsverbote und für die Verteidigung demokratischer Rechte (Bundesarbeitsausschuss), Klaus Lipps (Sprecher)
Liebe Edna, lieber Joram, liebe Mitglieder des Auschwitzkomitees!
Im Namen der ehemals vom Berufsverbot Betroffenen möchten wir unserer Trauer über den Tod von Esther Bejarano Ausdruck verleihen.
Viele von uns bekamen in den 70er Jahren Berufsverbot, weil sie in der antifaschistischen Tradition der Widerstandskämpferinnen standen, wie sie Esther Bejarano verkörperte.
Viele bekamen Berufsverbot, weil sie sich gegen Neonazis, Rassismus, Antisemitismus, Krieg und soziale Ungerechtigkeit engagierten. Sie wollten die Konsequenzen aus den wertvollen Erfahrungen ziehen, wie sie Esther Bejarano in so nachdrücklicher und eindrucksvoller Weise immer wieder vermittelte: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!
Esther und viele Widerstandskämpfer*innen ihrer Generation waren es, die uns im Kampf gegen unser Berufsverbot solidarisch zur Seite standen. Sie gaben uns Mut und Kraft. Sie verdeutlichten für uns die Kontinuität der politischen Verfolgung von der Nazizeit bis heute.
Für Esther Bejarano war es selbstverständlich, als eine der Ersten unseren Aufruf „50 Jahre Berufsverbote – Demokratische Rechte verteidigen“ zu unterzeichnen. Genau darum ging es ihr auch im „Appell an die Jugend“, den sie zusammen mit Peter Gingold anlässlich des 50jährigen Bestehens der VVN 1997 verfasste:
„Lasst euch von den verbliebenen demokratischen und sozialen Errungenschaften nichts wegnehmen. Das sind keine Geschenke der Regierenden. Es sind vor allem Errungenschaften antifaschistischen Widerstands bei Niederringung des Faschismus. Verteidigt, was ihr noch habt! Zivilcourage ist verlangt, nicht einmal besonderer Mut. Ihr riskiert nicht euer Leben wie die Frauen und Männer im antifaschistischen Widerstand. Und vergesst nie: Der Internationalismus und die Solidarität sind unentbehrlich in diesem Kampf.“
Dieses Vermächtnis wird uns und nachfolgenden Generationen helfen, weiter für die Verteidigung demokratischer Rechte einzutreten.
Arbeitsausschuss der Initiativen gegen Berufsverbote und für die Verteidigung demokratischer Rechte (Bundesarbeitsausschuss),
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Im Namen der ehemals vom Berufsverbot Betroffenen möchten wir unserer Trauer über den Tod von Esther Bejarano Ausdruck verleihen.
Viele von uns bekamen in den 70er Jahren Berufsverbot, weil sie in der antifaschistischen Tradition der Widerstandskämpferinnen standen, wie sie Esther Bejarano verkörperte.
Viele bekamen Berufsverbot, weil sie sich gegen Neonazis, Rassismus, Antisemitismus, Krieg und soziale Ungerechtigkeit engagierten. Sie wollten die Konsequenzen aus den wertvollen Erfahrungen ziehen, wie sie Esther Bejarano in so nachdrücklicher und eindrucksvoller Weise immer wieder vermittelte: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!
Esther und viele Widerstandskämpfer*innen ihrer Generation waren es, die uns im Kampf gegen unser Berufsverbot solidarisch zur Seite standen. Sie gaben uns Mut und Kraft. Sie verdeutlichten für uns die Kontinuität der politischen Verfolgung von der Nazizeit bis heute.
Für Esther Bejarano war es selbstverständlich, als eine der Ersten unseren Aufruf „50 Jahre Berufsverbote – Demokratische Rechte verteidigen“ zu unterzeichnen. Genau darum ging es ihr auch im „Appell an die Jugend“, den sie zusammen mit Peter Gingold anlässlich des 50jährigen Bestehens der VVN 1997 verfasste:
„Lasst euch von den verbliebenen demokratischen und sozialen Errungenschaften nichts wegnehmen. Das sind keine Geschenke der Regierenden. Es sind vor allem Errungenschaften antifaschistischen Widerstands bei Niederringung des Faschismus. Verteidigt, was ihr noch habt! Zivilcourage ist verlangt, nicht einmal besonderer Mut. Ihr riskiert nicht euer Leben wie die Frauen und Männer im antifaschistischen Widerstand. Und vergesst nie: Der Internationalismus und die Solidarität sind unentbehrlich in diesem Kampf.“
Dieses Vermächtnis wird uns und nachfolgenden Generationen helfen, weiter für die Verteidigung demokratischer Rechte einzutreten.
Arbeitsausschuss der Initiativen gegen Berufsverbote und für die Verteidigung demokratischer Rechte (Bundesarbeitsausschuss),
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