Stellungnahme von Susanne Kondoch-Klockow, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e. V.
Bei seiner Gründung vor 40 Jahren hat sich das Auschwitz-Komitee zur Aufgabe gemacht, das Vermächtnis der in Auschwitz Ermordeten zu bewahren und über die Verbrechen des Faschismus aufzuklären. Seit langem fordert das Auschwitz-Komitee die Stadt Hamburg auf, dafür einen angemessenen Ort zu schaffen, an dem umfassend über die Verbrechen des NS-Regimes hier in Hamburg informiert wird. Der Ort des ehemaligen Hannoverschen Bahnhofs als Deportationsbahnhof ist ein zentraler Ort der Hamburger NS-Geschichte. Die letzten Zeitzeugen, die ihre Hoffnung auf ein Dokumentationszentrum gesetzt hatten, haben uns über die Jahre verlassen. Umso wichtiger ist dieser Ort, an dem in Zukunft Bildungs- und Vermittlungsarbeit stattfinden soll.
Als Auschwitz-Komitee erwarten wir von der Stadt, dass sie sich ernsthaft und glaubwürdig für die Verwirklichung des Dokumentationszentrums Hannoverscher Bahnhof einsetzt – das verstehen wir als Teil einer gelebten städtischen Erinnerungskultur.
Susanne Kondoch-Klockow,
Vorsitzende Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e. V.
Hamburg, 13. April 2026
