Hier ist dein Platz, um den Angehörigen dein Beileid zu bekunden, deiner eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder ihr einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.
Die Trauerfeier war Sonntag, 18. Juli 2021, um 12 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof HH-Ohlsdorf, Ilandkoppel 68 in Hamburg-Ohlsdorf.
Verehrtes Trauerhaus Bejarano, liebe Freunde und Genossen, voller Bewunderung bin ich für Esthers Warmherzigkeit, ihren Mut und den wahrhaft beeindruckenden und so unermüdlichen kämpferischen Einsatz gegen Faschismus und Krieg bis beinahe zu ihrem letzten Atemzug. Unvergesslich, wie mir diese kleine sehr große Frau ihre Hand reichte anlässlich eines Gedenkens an die Bücherverbrennung am Kaifu-Ufer. Sie war mir eine wunderbare Mahnerin, das Vergessen der Nazibarbarei und deren Steigbügelhalter aus der Montan- und wenig später auch der Chemie- und Elektrofraktion des enthemmten Kapitals nicht zuzulassen, dies zumindest zu versuchen. Nach ihrem schrecklichen Erleben der Hölle von Auschwitz und Ravensbrück so viel Kraft für ihre respekterheischende Arbeit für Menschlichkeit und insofern gegen Faschismus, Rassismus und Militarismus aufgebracht zu haben, macht mich demütig. Und selbstkritisch muss ich mich fragen, ob ich nicht im allgemeinen Interesse und dem meiner Enkel hätte mehr dazutun können in meinem Leben - zumal doch, wie Brecht es früh formulierte, der „Schoß noch fruchtbar (ist), aus dem das kroch“ und was sich schon bald nach Ende der Nazi-Zeit des Schutzes einer restaurativen BRD-Staatlichkeit hat erfreuen können. Zeiten der Hoffnung hat es ja dennoch auch gegeben - aber heute? Meine Trauer über das Lebensende der großartigen Esther hat auch mit Furcht zu tun. Vor wem sollen denn fortan solche erschrecken, die angesichts des „brennenden Hauses“ die „Feuerwehr aussperren“ und damit nicht nur den Faschismus nicht bekämpfen, sondern ihn - bewusst oder nicht - begünstigen?
Verehrtes Trauerhaus Bejarano, liebe Freunde und Genossen,
voller Bewunderung bin ich für Esthers Warmherzigkeit, ihren Mut und den wahrhaft beeindruckenden und so unermüdlichen kämpferischen Einsatz gegen Faschismus und Krieg bis beinahe zu ihrem letzten Atemzug. Unvergesslich, wie mir diese kleine sehr große Frau ihre Hand reichte anlässlich eines Gedenkens an die Bücherverbrennung am Kaifu-Ufer. Sie war mir eine wunderbare Mahnerin, das Vergessen der Nazibarbarei und deren Steigbügelhalter aus der Montan- und wenig später auch der Chemie- und Elektrofraktion des enthemmten Kapitals nicht zuzulassen, dies zumindest zu versuchen. Nach ihrem schrecklichen Erleben der Hölle von Auschwitz und Ravensbrück so viel Kraft für ihre respekterheischende Arbeit für Menschlichkeit und insofern gegen Faschismus, Rassismus und Militarismus aufgebracht zu haben, macht mich demütig. Und selbstkritisch muss ich mich fragen, ob ich nicht im allgemeinen Interesse und dem meiner Enkel hätte mehr dazutun können in meinem Leben - zumal doch, wie Brecht es früh formulierte, der „Schoß noch fruchtbar (ist), aus dem das kroch“ und was sich schon bald nach Ende der Nazi-Zeit des Schutzes einer restaurativen BRD-Staatlichkeit hat erfreuen können. Zeiten der Hoffnung hat es ja dennoch auch gegeben - aber heute? Meine Trauer über das Lebensende der großartigen Esther hat auch mit Furcht zu tun. Vor wem sollen denn fortan solche erschrecken, die angesichts des „brennenden Hauses“ die „Feuerwehr aussperren“ und damit nicht nur den Faschismus nicht bekämpfen, sondern ihn - bewusst oder nicht - begünstigen?... Einklappen
voller Bewunderung bin ich für Esthers Warmherzigkeit, ihren Mut und den wahrhaft beeindruckenden und so unermüdlichen kämpferischen Einsatz gegen Faschismus und Krieg bis beinahe zu ihrem letzten Atemzug. Unvergesslich, wie mir diese kleine sehr große Frau ihre Hand reichte anlässlich eines Gedenkens an die Bücherverbrennung am Kaifu-Ufer. Sie war mir eine wunderbare Mahnerin, das Vergessen der Nazibarbarei und deren Steigbügelhalter aus der Montan- und wenig später auch der Chemie- und Elektrofraktion des enthemmten Kapitals nicht zuzulassen, dies zumindest zu versuchen. Nach ihrem schrecklichen Erleben der Hölle von Auschwitz und Ravensbrück so viel Kraft für ihre respekterheischende Arbeit für Menschlichkeit und insofern gegen Faschismus, Rassismus und Militarismus aufgebracht zu haben, macht mich demütig. Und selbstkritisch muss ich mich fragen, ob ich nicht im allgemeinen Interesse und dem meiner Enkel hätte mehr dazutun können in meinem Leben - zumal doch, wie Brecht es früh formulierte, der „Schoß noch fruchtbar (ist), aus dem das kroch“ und was sich schon bald nach Ende der Nazi-Zeit des Schutzes einer restaurativen BRD-Staatlichkeit hat erfreuen können. Zeiten der Hoffnung hat es ja dennoch auch gegeben - aber heute? Meine Trauer über das Lebensende der großartigen Esther hat auch mit Furcht zu tun. Vor wem sollen denn fortan solche erschrecken, die angesichts des „brennenden Hauses“ die „Feuerwehr aussperren“ und damit nicht nur den Faschismus nicht bekämpfen, sondern ihn - bewusst oder nicht - begünstigen?... Einklappen
