Hier ist dein Platz, um den Angehörigen dein Beileid zu bekunden, deiner eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder ihr einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.
Die Trauerfeier war Sonntag, 18. Juli 2021, um 12 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof HH-Ohlsdorf, Ilandkoppel 68 in Hamburg-Ohlsdorf.
Vielgeliebte Esther, noch kurz vor Deinem Tod hast Du uns – vertreten durch Janne und Burkhard – kostbare Stunden des Austauschs geschenkt: Sie haben Dir berichtet von unserer Arbeit und Begleitung des Auschwitz-Komitees im Kölner Tribunal 'NSU-Komplex auflösen' – kein Schlussstrich – im Mai 2017. Du hast es mit Redebeiträgen eröffnet und beschlossen. Du hast mit ihnen das Unverständnis und die Empörung geteilt, dass der rassistisch motivierte Brandanschlag auf die Asylunterkunft in der Lübecker Hafenstraße in den Morgenstunden des 18. Januar 1996 keinen Eingang in das kollektive Gedächtnis gefunden hat. Und die bekannten und geständigen faschistischen Täter aus Grevesmühlen und ihre Seilschaften sind nicht zur Verantwortung gezogen worden: In dem nach 1945 folgenschwersten Anschlag kamen 10 Menschen in den Flammen oder beim Sprung aus dem brennenden Haus um ihr Leben – 38 Bewohner*innen wurden dort körperlich und psychisch schwer traumatisiert. Die demagogische Täter/Opfer-Umkehr wurde hier als generelles Ermittlungsmuster etabliert. Du hast uns ermahnt, auch hier weiter zu kämpfen: Kein Vergeben – kein Vergessen. Ja, Esther: wir stehen radikal zusammen gegen die Herrschaft des völkisch definierten 'Eigenen' über das ausgegrenzte 'Fremde'. Käthe Dorsch für die AG. zu rassistischen Ermittlungen Antifaschistische Aktion Hamburg
Vielgeliebte Esther,
noch kurz vor Deinem Tod hast Du uns – vertreten durch Janne und Burkhard – kostbare Stunden des Austauschs geschenkt: Sie haben Dir berichtet von unserer Arbeit und Begleitung des Auschwitz-Komitees im Kölner Tribunal 'NSU-Komplex auflösen' – kein Schlussstrich – im Mai 2017. Du hast es mit Redebeiträgen eröffnet und beschlossen. Du hast mit ihnen das Unverständnis und die Empörung geteilt, dass der rassistisch motivierte Brandanschlag auf die Asylunterkunft in der Lübecker Hafenstraße in den Morgenstunden des 18. Januar 1996 keinen Eingang in das kollektive Gedächtnis gefunden hat. Und die bekannten und geständigen faschistischen Täter aus Grevesmühlen und ihre Seilschaften sind nicht zur Verantwortung gezogen worden: In dem nach 1945 folgenschwersten Anschlag kamen 10 Menschen in den Flammen oder beim Sprung aus dem brennenden Haus um ihr Leben – 38 Bewohner*innen wurden dort körperlich und psychisch schwer traumatisiert. Die demagogische Täter/Opfer-Umkehr wurde hier als generelles Ermittlungsmuster etabliert.
Du hast uns ermahnt, auch hier weiter zu kämpfen: Kein Vergeben – kein Vergessen.
Ja, Esther: wir stehen radikal zusammen
gegen die Herrschaft des völkisch definierten 'Eigenen' über das ausgegrenzte 'Fremde'.
Käthe Dorsch für die
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noch kurz vor Deinem Tod hast Du uns – vertreten durch Janne und Burkhard – kostbare Stunden des Austauschs geschenkt: Sie haben Dir berichtet von unserer Arbeit und Begleitung des Auschwitz-Komitees im Kölner Tribunal 'NSU-Komplex auflösen' – kein Schlussstrich – im Mai 2017. Du hast es mit Redebeiträgen eröffnet und beschlossen. Du hast mit ihnen das Unverständnis und die Empörung geteilt, dass der rassistisch motivierte Brandanschlag auf die Asylunterkunft in der Lübecker Hafenstraße in den Morgenstunden des 18. Januar 1996 keinen Eingang in das kollektive Gedächtnis gefunden hat. Und die bekannten und geständigen faschistischen Täter aus Grevesmühlen und ihre Seilschaften sind nicht zur Verantwortung gezogen worden: In dem nach 1945 folgenschwersten Anschlag kamen 10 Menschen in den Flammen oder beim Sprung aus dem brennenden Haus um ihr Leben – 38 Bewohner*innen wurden dort körperlich und psychisch schwer traumatisiert. Die demagogische Täter/Opfer-Umkehr wurde hier als generelles Ermittlungsmuster etabliert.
Du hast uns ermahnt, auch hier weiter zu kämpfen: Kein Vergeben – kein Vergessen.
Ja, Esther: wir stehen radikal zusammen
gegen die Herrschaft des völkisch definierten 'Eigenen' über das ausgegrenzte 'Fremde'.
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