Hier ist dein Platz, um den Angehörigen dein Beileid zu bekunden, deiner eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder ihr einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.
Die Trauerfeier war Sonntag, 18. Juli 2021, um 12 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof HH-Ohlsdorf, Ilandkoppel 68 in Hamburg-Ohlsdorf.
Vielgeliebte Esther – liebe Edna und lieber Joram ich bin Dir, Esther, ganz nah begegnet in der Reise zum Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, das Du als junge Frau kämpfend überlebt hast. Die Betrachtung der Entwicklung von Staat und Gesellschaft der BRD hat die Einsicht gebracht, den Anfängen nicht mehr wehren zu können. Du hast eine neue Sicht auf die bestehenden Verhältnisse verlangt: „Wir sind mitten drin!“ Wir haben erkannt: die Hoffnung trügt, die Repressionsorgane seien zu erwecken, weil sie 'auf dem rechten Auge blind sind'. Sie waren und sind maßgeblicher Teil der geistigen Brandstiftung, der Anwerbung und Organisation rassistisch motivierten Terrors, Verfolgung der Opfer, Entschuldung der Täter, der Gleichsetzung von antiimperialistischem Widerstand und faschistischem Terror. Mit dieser Sicht auf die Verfasstheit der BRD folgen wir weiterhin der gültigen Analyse des linken Sozialpsychologen Peter Brückner von 1978: „Nicht anders als in der Weimarer Republik werden auch in der BRD >linke< und neonazisti-sche Minderheiten ungleich behandelt. Auf die öffentliche Wiederkehr der ungeschminkten Gestalten des Grauens wird spürbar abgeschwächt reagiert: die offizielle Begründung: von ihnen drohe kaum Gefahr. Wer vom Blitz des Erschreckens über Neo-Nationalsozialisten getroffen wird, fühlt sich manchmal schon gesellschaftlich isoliert; wer die Linke verabscheut, hingegen immer gut aufgehoben ... Die Gruppen und Grüppchen ganz rechts teilen mit den Organen und Apparaten des Staates nicht nur den Antikommunismus sondern die Hochschätzung von Staat und Staatlichkeit. Seine Strategien der Ausgrenzung und Abgrenzung sind seit jeher die ihren. Man muss sie nicht zu obrigkeitsstaatlicher Gesinnung anleiten, sie verkörpern sie.“ In unverbrüchlicher Liebe zu Dir im Gedenken an Dich als starke kämpfende Frau – und tief empfundenen Mitgefühl mit Euch Edna, Joram und allen Angehörigen Janne
Vielgeliebte Esther –
liebe Edna und lieber Joram
ich bin Dir, Esther, ganz nah begegnet in der Reise zum Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, das Du als junge Frau kämpfend überlebt hast. Die Betrachtung der Entwicklung von Staat und Gesellschaft der BRD hat die Einsicht gebracht, den Anfängen nicht mehr wehren zu können. Du hast eine neue Sicht auf die bestehenden Verhältnisse verlangt: „Wir sind mitten drin!“ Wir haben erkannt: die Hoffnung trügt, die Repressionsorgane seien zu erwecken, weil sie 'auf dem rechten Auge blind sind'. Sie waren und sind maßgeblicher Teil der geistigen Brandstiftung, der Anwerbung und Organisation rassistisch motivierten Terrors, Verfolgung der Opfer, Entschuldung der Täter, der Gleichsetzung von antiimperialistischem Widerstand und faschistischem Terror. Mit dieser Sicht auf die Verfasstheit der BRD folgen wir weiterhin der gültigen Analyse des linken Sozialpsychologen Peter Brückner von 1978:
„Nicht anders als in der Weimarer Republik werden auch in der BRD >linke< und neonazisti-sche Minderheiten ungleich behandelt. Auf die öffentliche Wiederkehr der ungeschminkten Gestalten des Grauens wird spürbar abgeschwächt reagiert: die offizielle Begründung: von ihnen drohe kaum Gefahr. Wer vom Blitz des Erschreckens über Neo-Nationalsozialisten getroffen wird, fühlt sich manchmal schon gesellschaftlich isoliert; wer die Linke verabscheut, hingegen immer gut aufgehoben ... Die Gruppen und Grüppchen ganz rechts teilen mit den Organen und Apparaten des Staates nicht nur den Antikommunismus sondern die Hochschätzung von Staat und Staatlichkeit. Seine Strategien der Ausgrenzung und Abgrenzung sind seit jeher die ihren. Man muss sie nicht zu obrigkeitsstaatlicher Gesinnung anleiten, sie verkörpern sie.“
In unverbrüchlicher Liebe zu Dir im Gedenken an Dich als starke kämpfende Frau –
und tief empfundenen Mitgefühl mit Euch Edna, Joram und allen Angehörigen
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liebe Edna und lieber Joram
ich bin Dir, Esther, ganz nah begegnet in der Reise zum Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, das Du als junge Frau kämpfend überlebt hast. Die Betrachtung der Entwicklung von Staat und Gesellschaft der BRD hat die Einsicht gebracht, den Anfängen nicht mehr wehren zu können. Du hast eine neue Sicht auf die bestehenden Verhältnisse verlangt: „Wir sind mitten drin!“ Wir haben erkannt: die Hoffnung trügt, die Repressionsorgane seien zu erwecken, weil sie 'auf dem rechten Auge blind sind'. Sie waren und sind maßgeblicher Teil der geistigen Brandstiftung, der Anwerbung und Organisation rassistisch motivierten Terrors, Verfolgung der Opfer, Entschuldung der Täter, der Gleichsetzung von antiimperialistischem Widerstand und faschistischem Terror. Mit dieser Sicht auf die Verfasstheit der BRD folgen wir weiterhin der gültigen Analyse des linken Sozialpsychologen Peter Brückner von 1978:
„Nicht anders als in der Weimarer Republik werden auch in der BRD >linke< und neonazisti-sche Minderheiten ungleich behandelt. Auf die öffentliche Wiederkehr der ungeschminkten Gestalten des Grauens wird spürbar abgeschwächt reagiert: die offizielle Begründung: von ihnen drohe kaum Gefahr. Wer vom Blitz des Erschreckens über Neo-Nationalsozialisten getroffen wird, fühlt sich manchmal schon gesellschaftlich isoliert; wer die Linke verabscheut, hingegen immer gut aufgehoben ... Die Gruppen und Grüppchen ganz rechts teilen mit den Organen und Apparaten des Staates nicht nur den Antikommunismus sondern die Hochschätzung von Staat und Staatlichkeit. Seine Strategien der Ausgrenzung und Abgrenzung sind seit jeher die ihren. Man muss sie nicht zu obrigkeitsstaatlicher Gesinnung anleiten, sie verkörpern sie.“
In unverbrüchlicher Liebe zu Dir im Gedenken an Dich als starke kämpfende Frau –
und tief empfundenen Mitgefühl mit Euch Edna, Joram und allen Angehörigen
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