Eine Veranstaltung des Auschwitz-Komitees 81 Jahre nach der Befreiung des KZ-Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945
Seit 39 Jahren lädt das Auschwitz-Komitee im Januar zu Veranstaltungen ein, um an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zu erinnern. Immer haben Zeitzeugen, die Überlebenden der KZ, gesprochen und immer ging es um Verfolgung, Schmerz, Trauer und die Kontinuitäten im Nachkriegsdeutschland.

Das ist auch das Thema unserer Referentin, Prof. Stefanie Schüler-Springorum. In ihrem Buch „Unerwünscht“ konzentriert sie sich auf jene Frauen, Männer und Kinder, „die ohne ihr Zutun, aufgrund ihrer bloßen Existenz, ihrer Verfügbarkeit, ihres sozial oder sexuell devianten Verhaltens, einer Krankheit oder einer als „rassisch“ definierten Zugehörigkeit verfolgt, versehrt, eingesperrt und ausgebeutet wurden oder ihre geplante Ermordung durch Zufall überlebten: als Juden, Sinti und Roma, als „Erbkranke“ und „Asoziale“, als Zwangsarbeiter und Homosexuelle“ (Unerwünscht, S. 22).
Die Ressentiments gegen diese vom NS-Regime „Ausgegrenzten“ bestanden nach 1945 weiter. Schüler-Springorum berichtet auf breiter Quellenbasis davon, wie es jüdischen Überlebenden, Sinti und Roma, ehemaligen Zwangsarbeitern und Homosexuellen nach dem Krieg im westlichen Teil Deutschlands erging.
In einem anschließenden Podiumsgespräch werden auch Fragen der Erinnerungskultur und des Unbehagens daran diskutiert. Teilnehmende auf dem Podium werden sein:
- Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Historikerin, Direktorin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin
- Shlica Weiß (angefragt), Sinteza, Nachfahrin von Holocaust-Überlebenden- und Ermordeten, Mitbegründerin des Akademischen Netzwerks der Sinti und Roma
- Mitglieder des Auschwitz-Komitees
- Sascha Nedelko Stielow, Musik
SO 25. JAN´26 15:00 Uhr Centralkomitee
Steindamm 45, 20099 Hamburg (Nähe Hbf/U-Bahn Lohmühlenstr.)
Bitte geänderte Anfangszeit beachten
Mit dem Rollstuhl erreichbar
Unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg
Eintritt frei
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