<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Aktuelles Archive - Das Auschwitz-Komitee</title>
	<atom:link href="https://www.auschwitz-komitee.de/aktuelles/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.auschwitz-komitee.de/aktuelles/</link>
	<description>in der Bundesrepublik Deutschland e.V.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 02 Jul 2025 10:06:33 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.2</generator>

<image>
	<url>https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2019/02/cropped-Logo-AK_klein-1-32x32.png</url>
	<title>Aktuelles Archive - Das Auschwitz-Komitee</title>
	<link>https://www.auschwitz-komitee.de/aktuelles/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Pressemitteilung: 16. Generalversammlung des Internationalen Auschwitz Komitees in Oswiecim/Auschwitz</title>
		<link>https://www.auschwitz-komitee.de/6935/pressemitteilung-des-internationalen-auschwitz-komitees-16-generalversammlung-des-internationalen-auschwitz-komitees-in-oswiecim-auschwitz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Auschwitz-Komitee]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2022 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Mitteilungen an die Medien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.auschwitz-komitee.de/?p=6935</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im polnischen Oswiecim geht heute die - alle fünf Jahre stattfindende - Generalversammlung des Internationalen Auschwitz Komitees zu Ende, zu der Auschwitz-Überlebende, Angehörige und Nachkommen von Überlebenden des Lagers und Repräsentanten von Auschwitz Stiftungen aus 11 Ländern angereist waren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/6935/pressemitteilung-des-internationalen-auschwitz-komitees-16-generalversammlung-des-internationalen-auschwitz-komitees-in-oswiecim-auschwitz/">Pressemitteilung: 16. Generalversammlung des Internationalen Auschwitz Komitees in Oswiecim/Auschwitz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2022/09/marian_turski.jpg" alt="" class="wp-image-6937" width="338" height="225"/><figcaption><sup>Der 96 jährige polnisch-jüdische Auschwitz-Überlebende Marian Turski wurde erneut zum Präsidenten des Internationalen Auschwitz Komitees gewählt. Foto: Bernd Oertwig</sup></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Im polnischen Oswiecim geht heute die &#8211; alle fünf Jahre stattfindende &#8211; Generalversammlung des Internationalen Auschwitz Komitees zu Ende, zu der Auschwitz-Überlebende, Angehörige und Nachkommen von Überlebenden des Lagers und Repräsentanten von Auschwitz Stiftungen aus 11 Ländern angereist waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Präsidenten des Komitees wählten die Delegierten erneut den 96-Jährigen polnisch-jüdischen Auschwitz-Überlebenden Marian Turski. Als Exekutiv Vizepräsident wurde Christoph Heubner bestätigt. Zu weiteren Vizepräsidenten beriefen die Delegierten den polnischen Auschwitz-Überlebenden Stanislaw Zalewski, den Belgier Henri Goldberg, der als Kind den Holocaust überlebt hatte sowie aus Israel Avi Rosenthal und die Österreicherin Hannah Lessing.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Grußschreiben an die Delegierten dankten der polnische Staatspräsident Andrzej Duda, die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen, Bundeskanzler Olaf Scholz und die Präsidentin des Deutschen Bundestages Bärbel Bas den Überlebenden des Lagers für ihr langjähriges und berührendes pädagogisches und politisches Engagement bei der Begegnung mit jungen Menschen und der Erhaltung der Gedenkstätte Auschwitz und betonten, im Kampf gegen Antisemitismus, Antiziganismus und rassistischen Entwicklungen wo auch immer an der Seite des Internationalen Auschwitz Komitees zu stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss der Beratungen betonte Marian Turski: &#8222;Mit dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar dieses Jahres hat sich unseren Erinnerungen ein neues, entsetzliches Datum hinzugefügt. Es ist etwas eingetreten, was wir in unseren schlimmsten Träumen nicht erwartet haben. Jetzt sind auch die jungen Menschen zu Zeitzeugen geworden und ich bitte sie, diese Rolle anzunehmen. Wir brauchen beim Weitertragen unserer Erinnerungen ihre Unterstützung und ihr Interesse. Niemand von uns, ob jung oder alt, sollte je vergessen: Diktaturen brauchen Befehlsempfänger. Das erleben wir gerade jetzt aktuell mit. Demokratien hingegen brauchen Bürgerinnen und Bürger, die immer wieder kritisch nachfragen und die die Demokratie stützen und schützen wollen.&nbsp; Gerade angesichts dieses Krieges, angesichts von fake-news und antisemitischem und rassistischem Hass, ob im Internet oder auf der Straße: Die Demokratie braucht uns alle. Gerade jetzt!&#8220;</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<ul class="has-small-font-size wp-block-list"><li><a href="https://www.auschwitz.info/de/presse/pressemitteilungen/presseinfo-einzeln/lesen/16-generalversammlung-des-internationalen-auschwitz-komitees-in-oswiecimauschwitz-2670.html"><em>https://www.auschwitz.info/de/presse/pressemitteilungen/presseinfo-einzeln/lesen/16-generalversammlung-des-internationalen-auschwitz-komitees-in-oswiecimauschwitz-267</em>0.html</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/6935/pressemitteilung-des-internationalen-auschwitz-komitees-16-generalversammlung-des-internationalen-auschwitz-komitees-in-oswiecim-auschwitz/">Pressemitteilung: 16. Generalversammlung des Internationalen Auschwitz Komitees in Oswiecim/Auschwitz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mir lebn ejbig</title>
		<link>https://www.auschwitz-komitee.de/5792/mir-lebn-ejbig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Auschwitz-Komitee]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jul 2021 08:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wir trauern]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.auschwitz-komitee.de/?p=5792</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Nacht war dunkel. Am frühen Morgen des 10. Juli 2021 ist Esther Bejarano im Alter von 96 Jahren nach kurzer,  schwerer Krankheit von uns gegangen. Sie war nicht allein, ihre Familie und ihre Freundinnen und Freunde waren in den letzten schweren Tagen bei ihr.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/5792/mir-lebn-ejbig/">Mir lebn ejbig</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Die Nacht war dunkel. Am frühen Morgen des 10. Juli 2021 ist Esther Bejarano im Alter von 96 Jahren nach kurzer,  schwerer Krankheit von uns gegangen. <br>Sie war nicht allein, ihre Familie und ihre Freundinnen und Freunde waren in den letzten schweren Tagen bei ihr.</h3>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="310" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2021/07/Esther-Bejarano-s-w-1.png" alt="Esther Bejarano ist im Alter von 96 Jahren gestorben." class="wp-image-5855" srcset="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2021/07/Esther-Bejarano-s-w-1.png 1024w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2021/07/Esther-Bejarano-s-w-1-300x91.png 300w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2021/07/Esther-Bejarano-s-w-1-768x233.png 768w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2021/07/Esther-Bejarano-s-w-1-850x257.png 850w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Esther Bejarano ist im Alter von 96 Jahren gestorben.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wir trauern gemeinsam mit ihrer Familie um diese großartige, mutige und unerschütterliche Frau, Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück, Antifaschistin, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, Sängerin, Zeugin der Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute wollen wir innehalten. Und schweigen und trauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um dann Esther Bejaranos Auftrag zu erfüllen:<br>„Nie mehr schweigen, wenn Unrecht geschieht. Seid solidarisch! Helft einander! Achtet auf die Schwächsten! Bleibt mutig!. Ich vertraue auf die Jugend, ich vertraue auf euch! Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Familie Bejarano</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">und das</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e. V.</strong></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>Die Trauerfeier war Sonntag, 18. Juli 2021, 12 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof Ohlsdorf, Ilandkoppel 68 in Hamburg-Ohlsdorf</strong><br></p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Spenden zur Unterstützung unserer Arbeit sind möglich unter:</strong><br>Postbank Hamburg <br>IBAN: DE91 2001 0020 0601 7922 06<br>BIC: PBNKDEFF</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:20% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><a href="https://www.auschwitz-komitee.de/gedenkseite-esther-bejarano/"><img decoding="async" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2021/07/Kondolenzbuch-1.png" alt="" class="wp-image-5852 size-full"/></a></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gedenkseite für Esther</strong><br>Hier ist dein Platz, um den Angehörigen dein Beileid zu bekunden, deiner eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder um ihr einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.<a href="https://www.auschwitz-komitee.de/gedenkseite-esther-bejarano/" rel="nofollow"><br>>>> Hier klicken</a></p>
</div></div>



<hr class="wp-block-separator"/>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.auschwitz-komitee.de/5249/esther-bejarano-wir-sind-da-meine-befreiung-im-mai-1945-und-meine-hoffnungen/">Esther Bejarano – Wir sind da! Meine Befreiung im Mai 1945 und meine Hoffnungen</a></li><li><a href="https://www.auschwitz-komitee.de/esther-bejarano-holocaust-ueberlebende-zum-76-gedenktag-des-holocaust/">Esther Bejarano, Holocaust-Überlebende, zum 76. Gedenktag des Holocaust</a></li><li><a href="https://www.auschwitz-komitee.de/4570/schlusswort-von-esther-bejarano-anlaesslich-der-veranstaltung-des-auschwitz-komitees/">SCHLUSSWORT von Esther Bejarano anlässlich der Veranstaltung des Auschwitz-Komitees</a></li><li><a href="https://www.auschwitz-komitee.de/medien/das-auschwitz-komitee-in-der-presse/esther-bejarano-8-mai-muss-feiertag-werden/">Esther Bejarano: 8. Mai muss Feiertag werden</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/5792/mir-lebn-ejbig/">Mir lebn ejbig</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Esther Bejarano – Wir sind da! Meine Befreiung im Mai 1945 und meine Hoffnungen.</title>
		<link>https://www.auschwitz-komitee.de/5249/esther-bejarano-wir-sind-da-meine-befreiung-im-mai-1945-und-meine-hoffnungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Auschwitz-Komitee]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 May 2021 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[8. Mai]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.auschwitz-komitee.de/?p=5249</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Am 8. Mai wäre dann Gelegenheit, über die großen Hoffnungen der Welt nachzudenken: über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – und Schwesterlichkeit. 80 Jahre nach der Befreiung: Esther Bejaranos Hamburger Rede vom 3. Mai 2021 hier zum Nachlesen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/5249/esther-bejarano-wir-sind-da-meine-befreiung-im-mai-1945-und-meine-hoffnungen/">Esther Bejarano – Wir sind da! Meine Befreiung im Mai 1945 und meine Hoffnungen.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Am 8. Mai wäre dann Gelegenheit, über die großen Hoffnungen der Welt nachzudenken: über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – und Schwesterlichkeit. 80 Jahre nach der Befreiung: Esther Bejaranos Hamburger Rede vom 3. Mai 2021 hier zum Nachlesen.</strong></p>


<div class="su-youtube su-u-responsive-media-yes"><iframe width="776" height="437" src="https://www.youtube.com/embed/rWQFNKtun6Y?" frameborder="0" allowfullscreen allow="autoplay; encrypted-media; picture-in-picture" title=""></iframe></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Esther Bejarano (15.12.1924 &#8211; 10.07.2021), </strong>Überlebende der KZ Auschwitz und Ravensbrück, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees und Ehrenvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschist*innen spricht<strong>. </strong><br><br><strong>Gast: Rolf Becker, </strong>Schauspieler, Gewerkschafter und langjähriger Freund.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Esthers Rede im Wortlaut (es gilt das gesprochene Wort)</h3>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Wir haben die Lande gemessen, die Naturkräfte gewogen, die Mittel der Industrie berechnet, und siehe, wir haben herausgefunden, dass diese Erde groß genug ist; dass sie jedem hinlänglichen Raum bietet, die Hütte seines Glücks darauf zu bauen; dass diese Erde uns alle anständig ernähren kann, wenn wir alle arbeiten und nicht einer auf Kosten des anderen leben will; und dass wir nicht nötig haben, die größere und ärmere Klasse an den Himmel zu verweisen. Die [&#8230;] Zeit ist gekommen, wo die Völker nicht mehr nach Köpfen gezählt werden, sondern nach Herzen.</p>
<cite>Heinrich Heine, aus: Die romantische Schule, 1833/1836</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Liebe Freundinnen und Freunde da draußen</em> – in Berlin, in Dortmund, in Essen, in Frankfurt und Hamburg und an vielen anderen Orten, ich grüße euch!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heinrich Heine liebe ich für diese wunderbaren Zeilen! Lesen wollte ich die unter dem Heine-Denkmal hier in Hamburg. Eine Baustelle verhindert das – wir sind nun zu Lessing gegangen, dem großen Aufklärer und Verfasser von &#8222;Nathan, der Weise&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute vor 76 Jahren bin ich in dem kleinen mecklenburgischen Städtchen Lübz befreit worden, befreit von den amerikanischen und den sowjetischen Truppen. Ihr kennt meine Geschichte: Auf dem Marktplatz haben die Soldaten ein Hitlerbild verbrannt, alle haben gefeiert, lagen sich in den Armen – und ich habe dazu Akkordeon gespielt. Mein größter Wunsch für den heutigen Tag war, noch einmal zu erleben, wie Amerikaner und Russen sich wie damals in Lübz umarmen und küssen und gemeinsam das Ende des Krieges feiern! Den FRIEDEN feiern!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt muss ich bis zum nächsten Jahr darauf warten. Aber wir feiern diesen Tag trotzdem. Und ihr alle feiert mit uns!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Und an euch, liebe Freundinnen und Freunde in Berlin</em>,</p>



<p class="wp-block-paragraph">ich freue mich, dass ihr heute am Tag der&nbsp;Befreiung vom deutschen Faschismus auf das nicht eingelöste Versprechen der Entnazifizierung hinweist. Es gab NIE eine STUNDE NULL! Alte Nazis bauten die Polizeibehörden, das Militär und viele Behörden in der Bundesrepublik auf. Diese Kontinuitäten und der aggressive Antikommunismus sind auch Ursachen für die heute fast täglich bekannt werdenden rassistischen und antisemitischen Vorfälle in den Sicherheitsbehörden. Es ist beschämend, dass heute noch neofaschistische Netzwerke in diesen Strukturen existieren können. Um diesen Bruch mit den NS-Kontinuitäten auszudrücken, brauchen wir endlich einen Feiertag am 8. Mai!&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Corona – im zweiten Pandemiejahr – fordert uns alle heraus: Der Beifall für die Pflegenden und die Dankeslieder von den Balkonen sind verklungen. Die in Pflegeberufen Arbeitenden warnen schon seit vielen Jahren: &#8222;Gesundheit ist keine Ware&#8220;. Die Kommerzialisierung von Pflege, Gesundheit und Krankheit zeigt in dieser Krise überdeutlich ihre Schwächen. Danke an alle, die helfen, wo immer es ihnen möglich ist, selbstlos und solidarisch. Orte wie Moria aber dürfen wir trotzdem nicht vergessen. Könnten wir uns je verzeihen, wenn wir diesem Elend auf den griechischen Inseln gleichgültig zuschauen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber da gibt auch noch die anderen: die Coronaleugner, die Verschwörungsphantasten. Über die werde ich hier heute nicht sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo stehen wir – dieses Land, wo steht diese Gesellschaft heute – 76 Jahre nach der Befreiung? Im Januar 2020 hab ich mit dem Auschwitz-Komitee einen offenen Brief an die Regierenden geschrieben mit sechs Forderungen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="427" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2021/05/esther_und_rolf.jpg" alt="" class="wp-image-5276" style="width:352px;height:234px" srcset="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2021/05/esther_und_rolf.jpg 640w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2021/05/esther_und_rolf-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Esther Bejarano und Rolf Becker © Yo Loewy</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die 5. Forderung lautet:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fordere, dass die Diffamierung von Menschen und Organisationen aufhört, die entschlossen gegen rechts handeln. Was ist gemeinnütziger als Antifaschismus? <strong>Niemand sollte für antifaschistisches Handeln, für gemeinsame Aktionen gegen den Hass, gegen alte und neue Nazis diskreditiert und verfolgt werden.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin ja inzwischen fast ein Jahrhundertmensch. Als ich zehn Jahre alt war, haben Bertolt Brecht und Hanns Eisler im Exil geschrieben:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorwärts, und nicht vergessen, worin unsere Stärke besteht – beim Hungern und beim Essen – vorwärts und nicht vergessen: Die Solidarität!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wie Solidarität wirkt, konnten wir gerade erleben. Wir wussten es ja schon immer: <strong>Antifaschismus ist</strong> <strong>gemeinnützig</strong>. Nun haben das endlich auch die Finanzämter erkannt. Altmodisches Briefeschreiben hat gewirkt –ich hatte an den Finanzminister Olaf Scholz geschrieben. Erkämpft ist das durch viele, viele Menschen guten Willens – gemeinsam und solidarisch. Der größten und ältesten antifaschistischen Vereinigung, der VVN-BdA wurde ihre &#8222;Gemeinnützigkeit&#8220; jetzt behördlich bestätigt. Und sie geht gestärkt aus dieser Auseinandersetzung hervor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><u>Und nun zu unserer 6. Forderung:</u></strong><strong><u></u></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich fordere: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschla­gung des NS-Regimes. Am 8. Mai wäre dann Gelegenheit, über die großen Hoffnungen der Menschheit nachzudenken: Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – und Schwesterlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Echo darauf war gewaltig. Begeisterung und Kritik allenthalben. Dann initiierten #DIE VIELEN und die VVN–BdA Petitionen und übergaben viele tausend zustimmende Unterschriften an den Bundestag. Die Sammlung geht weiter! &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 8. Mai ist in vielen Ländern Europas längst ein Feiertag. In Deutschland wird vom &#8222;Tag der Niederlage&#8220; gesprochen, das sei kein Tag zum Feiern. Kritiker sollten aber einfach mal darüber nachdenken, wie wir heute leben würden, wenn die Nazis den Krieg gewonnen hätten! Der 8. Mai ist ein Tag der Hoffnung, ein Tag des Nachdenkens! Und wir sollten das Grundgesetz feiern, das in seinem Verständnis von Freiheit, Demokratie und Menschenwürde ein klarer Gegenentwurf zur NS-Herrschaft ist, die am 8. Mai 1945 endete.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Der 8. Mai muss ein Feiertag werden. Arbeiten wir daran!</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Baustellen überall: Nach dem anhaltenden Konflikt um die ehemalige Hamburger Gestapo-Zentrale Stadthaus soll auch ein neuer Erinnerungsort, der an die Deportationen von Juden und Jüdinnen,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Roma und Sinti und anderen politisch Verfolgten gemeinsam erinnern soll, nun in ein Gebäude einziehen, in dem ein NS-belasteter Konzern seinen Sitz haben soll. Wir sagen NEIN und fordern die Auflösung der Verträge. Schon wieder droht ein Projekt in Private Public Partnership zu scheitern. Erinnerung ist nicht privatisierbar. Keine Hausgemeinschaft mit Firmen mit NS-Vergangenheit!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wissen, wohin Rassismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, Antiziganismus führen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Neurechte und Neonazis sich die Straßen nehmen und ihre Menschen­verachtung in Parlamenten und Medien ausleben können. Nirgendwo. Wir fordern eindeutige Abgrenzungen zu rechten Brandstiftern. Die Anschläge in Halle, in Hanau, der Angriff vor einer Synagoge in Hamburg – schmerzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wir müssen mehr erinnern, nicht weniger. </strong>Verschiedene Erfahrungen sichtbar machen. Das koloniale Erbe des Deutschen Reichs, die Thematisierung von Polizeigewalt durch die Black-Lives-Matter-Bewegung – in der postmigrantischen Gesellschaft fordern von Rassismus Betroffene nicht nur Sichtbarkeit in der Gegenwart, sondern auch für Vergangenes. Für unsere Arbeit ist das Internationalistische Selbstverständlichkeit – auch wenn unsere Kräfte oft dafür nicht ausreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich appelliere an alle Menschen: bitte, bitte schweigt nicht, wenn ihr Unrecht seht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Streitet für eine andere, bessere Gesellschaft ohne Diskriminierung, Verfolgung, Antisemitismus und Rassismus. <strong>Bleibt erschütterbar – und widersteht</strong> – wie der Hamburger Dichter Peter Rühmkorf schrieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seid solidarisch! Helft einander! Achtet auf die Schwächsten! Bleibt mutig!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich vertraue auf die Jugend, ich vertraue auf euch!<br><strong>NIE WIEDER FASCHISMUS – NIE WIEDER KRIEG</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/5249/esther-bejarano-wir-sind-da-meine-befreiung-im-mai-1945-und-meine-hoffnungen/">Esther Bejarano – Wir sind da! Meine Befreiung im Mai 1945 und meine Hoffnungen.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
