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	<title>Wir trauern Archive - Das Auschwitz-Komitee</title>
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	<title>Wir trauern Archive - Das Auschwitz-Komitee</title>
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	<item>
		<title>Wir trauern um Heidburg Behling (1939 – 2026)</title>
		<link>https://www.auschwitz-komitee.de/14624/wir-trauern-um-heidburg-behling-1939-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Auschwitz-Komitee]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wir trauern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unsere Freundin und Mitstreiterin verstarb nach kurzer schwerer Krankheit am 30. April. Heidburg hatte ein wirklich großes Herz. Sie war mitmenschlich, immer dem nächsten zugewandt und empathisch gegenüber allen menschlichen Leiden. Gleichzeitig hatte sie einen feinen Humor und wusste das Leben zu genießen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/14624/wir-trauern-um-heidburg-behling-1939-2026/">Wir trauern um Heidburg Behling (1939 – 2026)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Unsere Freundin und Mitstreiterin verstarb nach kurzer schwerer Krankheit am 30. April.</h2>



<p>Heidburg hatte ein wirklich großes Herz. Sie war mitmenschlich, immer dem nächsten zugewandt und empathisch gegenüber allen menschlichen Leiden. Gleichzeitig hatte sie einen feinen Humor und wusste das Leben zu genießen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2026/05/heidburg_behling-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-14625" style="width:300px" srcset="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2026/05/heidburg_behling-768x1024.jpg 768w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2026/05/heidburg_behling-225x300.jpg 225w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2026/05/heidburg_behling-1152x1536.jpg 1152w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2026/05/heidburg_behling-1536x2048.jpg 1536w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2026/05/heidburg_behling-300x400.jpg 300w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2026/05/heidburg_behling-850x1133.jpg 850w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2026/05/heidburg_behling-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption"><sup>Im April 2024 erhielt Heidburg den Preis &#8222;Verantwortung – damals und heute&#8220;, mit dem die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte im Sinne von Esther Bejarano Menschen ehrt, die sich ehrenamtlich für die Hamburger Erinnerungskultur und Gedenkarbeit engagieren.</sup></figcaption></figure>
</div>


<p>Sie war über 20 Jahre treues Mitglied des Auschwitz-Komitees. Sie hat sich immer nach Kräften eingebracht und ihr breites und fundiertes Wissen kam uns bei unserer Arbeit immer wieder zugute.</p>



<p>Sie hatte eine enge Beziehung zu Esther Bejarano, begleitete sie als Zeitzeugin bei Schulbesuchen und zu Veranstaltungen bis hin in die Gedenkstätte des KZ Dachau.</p>



<p>Als Netzwerkerin setzte sie Impulse und verband zahlreiche Einrichtungen. So war sie engagiert im Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme, bei den jungen Freiwilligen der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, in der Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm e.V., in der VVN-BdA, sie arbeitete im Team des Weltladens Osterstraße und engagierte sich bei Pax Christi in der Menschenrechtsarbeit.</p>



<p>Ihre letzte Aktivität in unserem Kreis war der Besuch der Gedenkveranstaltung anlässlich Steffi Wittenbergs 100. Geburtstag. Mit ihr war sie freundschaftlich verbunden und freute sich über die Veröffentlichung ihrer Biographie.</p>



<p><strong>Heidburg, du hinterlässt eine große Lücke! Wir vermissen dich sehr!</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/14624/wir-trauern-um-heidburg-behling-1939-2026/">Wir trauern um Heidburg Behling (1939 – 2026)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wir trauern um unseren Freund Rolf Becker (1935 – 2025)</title>
		<link>https://www.auschwitz-komitee.de/12961/wir-trauern-um-unseren-freund-rolf-becker-1935-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Auschwitz-Komitee]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 2025 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir trauern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Schauspieler und Gewerkschafter ist am 12. Dezember 2025 im Alter von 90 Jahren in Hamburg gestorben. Er hat unserer Sache, unserem Anliegen immer wieder seine Stimme geliehen. Wahrhaftig und leidenschaftlich war er. Und tief berührt und aufgerüttelt hat er die Zuhörenden, wenn er für und mit den Überlebenden des Holocaust gesprochen hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/12961/wir-trauern-um-unseren-freund-rolf-becker-1935-2025/">Wir trauern um unseren Freund Rolf Becker (1935 – 2025)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Rolf Becker, Schauspieler und Gewerkschafter ist am 12. Dezember 2025 im Alter von 90 Jahren in Hamburg gestorben.</h2>



<p>Wir trauern um einen Freund, der unserer Sache, unserem Anliegen immer wieder seine Stimme geliehen hat. Wahrhaftig und leidenschaftlich war er. Und tief berührt und aufgerüttelt hat er die Zuhörenden, wenn er für und mit den Überlebenden des Holocaust gesprochen hat.</p>



<p>Er kam, wenn wir ihn riefen. Er unterstützte uns bei unserer Arbeit, der Gedenkarbeit. Bei den Veranstaltungen des Auschwitz-Komitees zur Erinnerung an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945, zur Erinnerung an die Pogromnacht am 9. November 1938 und zu vielen anderen Anlässen. Seit Jahrzehnten war er im Mai bei den Lesungen aus den verbrannten Büchern dabei, die der Arbeitskreis „Bücherver­brennung – nie wieder!“ regelmäßig auf dem Hamburger Gedenkplatz organisiert.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/rolf_becker_2-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-12978" style="aspect-ratio:1.4992704391425347;object-fit:cover;width:400px" srcset="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/rolf_becker_2-1024x683.jpg 1024w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/rolf_becker_2-300x200.jpg 300w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/rolf_becker_2-768x512.jpg 768w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/rolf_becker_2-1536x1024.jpg 1536w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/rolf_becker_2-2048x1365.jpg 2048w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/rolf_becker_2-850x567.jpg 850w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><sup>Rolf Becker (1935 – 2025) bei der Marathonlesung aus den verbrannten Büchern im Jahr 2014 © Auschwitz-Komitee/Lese-Zeichen</sup></figcaption></figure>
</div>


<p>Als Rolf 80 wurde, konnten wir ihn zu einer großen Geburtstagsfeier im Hamburger Schauspielhaus überreden. Unvergesslich für alle, die dabei waren, ein Theater voller Freund:innen feierte Rolf Becker gemeinsam mit seiner Familie, mit seiner Frau Sylvia Wempner und seinen Kindern.</p>



<p>Unvergesslich ist auch seine Rede auf der Trauerfeier für Esther Bejarano im Juli 2021. Damit hat er seiner Freundin, der Auschwitz-Überlebenden, einen letzten Wunsch erfüllt.</p>



<p>Gegen Krieg und Ungerechtigkeit zu kämpfen, gegen Antisemitismus und auch für die Rechte der Palästinenser, das war für ihn kein Widerspruch; sich dadurch angreifbar zu machen eine bittere Erfahrung für ihn. Ein Mahner für Frieden und Zusammenarbeit – der das Leid und den Schmerz beider Seiten gesehen hat.</p>



<p>Sein künstlerisches Schaffen hat er unmittelbar mit politischem Engagement verbunden, seine eigene Bekanntheit genutzt, um auf Missstände aufmerksam zu machen und für eine gerechte Gesellschaft einzutreten.</p>



<p>&#8222;Das ist ein Vermächtnis, das weit über sein künstlerisches Schaffen hinausgeht&#8220;, schreiben Kolleg:innen seiner Gewerkschaft ver.di Hamburg in einem Nachruf für ihn.&nbsp;</p>



<p>Danke, Rolf Becker. Wir vermissen dich.&nbsp;</p>



<p><strong>Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e. V.&nbsp;</strong><br><strong>Arbeitskreis &#8222;Bücherverbrennung&nbsp;– nie wieder!&#8220;</strong></p>



<div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Weitere Informationen</h4>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:29% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="727" height="1024" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/Abschied-von-Rolf-Becker-727x1024.png" alt="" class="wp-image-12972 size-full" srcset="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/Abschied-von-Rolf-Becker-727x1024.png 727w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/Abschied-von-Rolf-Becker-213x300.png 213w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/Abschied-von-Rolf-Becker-768x1082.png 768w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/Abschied-von-Rolf-Becker-1090x1536.png 1090w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/Abschied-von-Rolf-Becker-300x423.png 300w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/Abschied-von-Rolf-Becker-850x1198.png 850w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/Abschied-von-Rolf-Becker.png 1241w" sizes="(max-width: 727px) 100vw, 727px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><strong>Rolf Becker</strong><br>31. März 1935 – 12. Dezember 2025</p>



<p>&gt;&gt;&gt; <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/12/Abschied-von-Rolf-Becker.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Für mehr bitte hier klicken</a></p>
</div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/12961/wir-trauern-um-unseren-freund-rolf-becker-1935-2025/">Wir trauern um unseren Freund Rolf Becker (1935 – 2025)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Unsere Freundin Peggy hat uns verlassen</title>
		<link>https://www.auschwitz-komitee.de/9068/unsere-freundin-peggy-hat-uns-verlassen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Auschwitz-Komitee]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Mar 2025 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wir trauern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Peggy Parnass lebt nicht mehr. Vor ein paar Tagen haben wir noch an ihrem Bett gesessen und vorgelesen. Aus ihren Büchern. Auch aus "Wenn ich mir was wünschen dürfte". Sie schreibt da: "Skat spielen. Doppelkopf, flippern, tanzen, wahnsinnig gerne fernsehen". </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/9068/unsere-freundin-peggy-hat-uns-verlassen/">Unsere Freundin Peggy hat uns verlassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Unsere Freundin Peggy lebt nicht mehr. Vor ein paar Tagen haben wir noch an ihrem Bett gesessen und vorgelesen. Aus ihren Büchern. Auch aus <em>&#8222;Wenn ich mir was wünschen dürfte&#8220;. </em>Sie schreibt da: <em>&#8222;Skat spielen. Doppelkopf, flippern, tanzen, wahnsinnig gerne fernsehen&#8220;</em>.<a id="_ftnref1" href="#_ftn1">[1]</a> Und es waren diese Doppelkopfnachmittage mit den Freundinnen, mit Esther Bejarano, mit Elsa Werner und duftendem Apfelkuchen, an die wir jetzt denken. Und die Demonstrationen gegen Krieg, gegen Stationierung von Atomraketen, gegen Atomkraft in Brokdorf und anderswo, für Menschenrechte, Frauenrechte und die Abschaffung des Paragrafen 218. Und gegen das Vergessen der Verbrechen der Nazis.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Danke, Freunde! Ohne Euch und andere Mutmacher hätte ich den Kram schon längst hingeschmissen.</p>
<cite>(Peggy Parnass, 1978, Zitat im Vorspann ihres Buches &#8222;Prozesse 1970 bis 1978)</cite></blockquote>



<p>Peggy Parnass, unsere streitbare, rebellische, aufmerksame und liebevolle Peggy, unsere kritische Zeitgenossin und Antifaschistin, war immer dabei. Konsequent gegen Faschismus, Militarismus, gegen Diskriminierung, Antisemitismus und Frauenverachtung. Unsere Sache hast du vertreten. In allen Farben.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="2560" height="1706" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_3-edited-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-9087" style="width:400px" srcset="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_3-edited-scaled.jpg 2560w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_3-edited-300x200.jpg 300w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_3-edited-1024x682.jpg 1024w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_3-edited-768x512.jpg 768w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_3-edited-1536x1024.jpg 1536w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_3-edited-2048x1365.jpg 2048w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_3-edited-850x566.jpg 850w" sizes="auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><figcaption class="wp-element-caption"><sup>PEGGY PARNASS<br>*11.10.1927 in Hamburg – 12.03.2025 in Hamburg</sup></figcaption></figure>
</div>


<p>Immer auf der Suche nach ihren Menschen, nach ihrer Familie, nach ihren Eltern, die im Vernichtungslager Treblinka ermordet wurden, weil sie jüdisch waren. Peggy und ihr jüngerer Bruder Gady überlebten die Shoah. Ihre Mutter hatte beide mit einem <em>Kindertransport</em> nach Schweden geschickt. Dieses Trauma begleitete sie ihr Leben lang und machte sie zu einer Antifaschistin und Kämpferin für die Menschlichkeit, die ihr Augenmerk immer auf verfolgte und benachteiligte Menschen richtete. 1951 kehrte sie in Land der Täter zurück. In Hamburg traf sie ihre Tante Flora und ihren Onkel Rudi Neumann wieder, die überlebt hatten.</p>



<p>Hungrig nach dem Leben war sie, unsere Freundin und Mitstreiterin, voller Mut und Leidenschaft, eine <em>vorsätzlich hemmungslose Person</em><a href="#_ftn2" id="_ftnref2">[2]</a> wurde sie mal genannt. Aber auch die <em>Königin</em> <em>der in den Gerichtssälen arbeitenden Journalisten </em>und später die <em>Queen von St. Georg, </em>ihrem Stadtteil von Hamburg.</p>



<p>Wir trauern um dich. <br>DANKE, liebe Peggy.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-small-font-size"><a id="_ftn1" href="#_ftnref1">[1]</a> Peggy Parnass: Unter die Haut. Hamburg 1980, S. 230).<br><a id="_ftn2" href="#_ftnref2">[2]</a> &#8222;Der Spiegel&#8220;</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Peggy hat uns verlassen</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="881" height="1024" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_6-881x1024.png" alt="" class="wp-image-9080" style="width:200px" srcset="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_6-881x1024.png 881w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_6-258x300.png 258w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_6-768x893.png 768w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_6-300x349.png 300w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_6-850x988.png 850w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/03/peggy_6.png 912w" sizes="auto, (max-width: 881px) 100vw, 881px" /></figure>
</div>


<p>*11.10.1927 in Hamburg – 12.03.2025 in Hamburg<br><strong>Unserer meinungsstarken und engagierten Demokratin, Mutter, Großmutter und Urgroßmutter sagen wir Adieu.</strong></p>



<p>In Dankbarkeit und Gedenken<br>Maria &amp; Kim Parnass<br>mit Lena Parnass mit Nayra und Lukas<br>&#8230; und Peggys Freundinnen &amp; Freunde</p>



<p><strong>Die Trauerfeier </strong>findet am <strong>18. März 2025 um 11h </strong>in der Trauerhalle des jüdischen Friedhofes Hamburg-Ohlsdorf, Ilandkoppel 68 statt.</p>



<p>Es sind keine Parkplätze vorhanden und nur begrenzte Sitzplätze.</p>



<p><strong>Statt Kränzen und Trauergestecken</strong><br>würde sich Peggy über eine Spende zu Gunsten der Heerlein und Zindler-Stiftung sehr gefreut haben</p>



<p>(IBAN: DE 24 2005 0550 1224 1228 95, Stichwort: Peggy).</p>



<p>Auf Grund der erwarteten hohen Anzahl der Trauergäste bitten wir von Beileidsbekundungen gegenüber der Familie abzusehen.</p>



<p>Kondolenzanschrift: <br>Atelier Tita do Rego Silva, Koppel 66, 20099 Hamburg</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/9068/unsere-freundin-peggy-hat-uns-verlassen/">Unsere Freundin Peggy hat uns verlassen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wir trauern um Marian Turski (1926 – 2025)</title>
		<link>https://www.auschwitz-komitee.de/8736/wir-trauern-um-marian-turski-1926-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Auschwitz-Komitee]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2025 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wir trauern]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.auschwitz-komitee.de/?p=8736</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Internationale Auschwitz Komitee trauert um seinen Präsidenten, den jüdisch-polnischen Auschwitz-Überlebenden und Journalisten Marian Turski. 1926 geboren, wurde er als Jugendlicher gemeinsam mit seiner Familie im Ghetto von Lodz inhaftiert und von dort nach Auschwitz deportiert. Er war 20 Jahre alt, als er - mehr tot als lebendig - nach dem Todesmarsch aus Auschwitz in Theresienstadt befreit wurde.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/8736/wir-trauern-um-marian-turski-1926-2025/">Wir trauern um Marian Turski (1926 – 2025)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Internationales Auschwitz Komitee trauert um seinen Präsidenten, den jüdisch-polnischen Auschwitz-Überlebenden und Journalisten Marian Turski.</strong></h2>



<p>Marian Turski, 1926 geboren, wurde als Jugendlicher gemeinsam mit seiner Familie im Ghetto von Lodz inhaftiert und von dort nach Auschwitz deportiert. Er war 20 Jahre alt, als er &#8211; mehr tot als lebendig &#8211; nach dem Todesmarsch aus Auschwitz in Theresienstadt befreit wurde. Zu seinem Tod betonte in Berlin Christoph Heubner, der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees:</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="780" height="520" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/02/marian_turski_2.jpg" alt="" class="wp-image-8737" style="width:400px" srcset="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/02/marian_turski_2.jpg 780w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/02/marian_turski_2-300x200.jpg 300w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2025/02/marian_turski_2-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 780px) 100vw, 780px" /><figcaption class="wp-element-caption"><sup>Marian Turski, Auschwitz-Überlebender, Journalist und Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees, ist am 18.2.2025 im Alter von 98 Jahren in Warschau gestorben. Foto: Eva Oertwig, SCHROEWIG News &amp; Images für IAK Berlin</sup></figcaption></figure>
</div>


<p>&#8222;Auschwitz-Überlebende in vielen Ländern verabschieden sich mit großem Schmerz und unendlicher Dankbarkeit von ihrem Freund, Bruder und Leidensgefährten Marian Turski, der in aller Welt als wirkmächtiger Vertreter ihrer Erinnerungen und als Stimme ihrer ermordeten Angehörigen gehört wurde.</p>



<p>Bis in seine letzten Lebenstage hinein hat Marian Turski als Journalist und Zeitzeuge die politischen Entwicklungen mit zunehmender Sorge verfolgt. Er war bestürzt angesichts des europaweiten Aufflammens antisemitischer und rechtsextremer Ideologien und der rhetorischen Gewalt, mit der die Repräsentantinnen und Repräsentanten dieser Ideologien besonders junge Menschen zu radikalisieren versuchten. Nichts hat Marian Turski in den letzten Monaten seines Lebens so sehr umgetrieben wie der Satz des Auschwitz- Überlebenden <strong>Primo Levi</strong>:</p>



<p><strong>&#8222;Es ist geschehen und es kann wieder geschehen.&#8220;</strong></p>



<p>Und dennoch gehörte auch in diesen Tagen die Hoffnung zu seinem Lebensprinzip. Er vertraute trotz seiner Ängste darauf, dass auch seine Mitmenschen jenseits aller Angst und Hetze Wege zueinander finden würden. Ohne Marian Turski sind wir sehr allein. Umso mehr bleibt uns als eine seiner letzten Botschaften, der letzte Satz, den er in seiner Rede anläßlich des 80. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz für die Gedenkfeier am 23. Januar in Berlin formulierte: <strong>&#8222;Unsere Tage, die der Überlebenden, sind gezählt: Aber wir werden nicht verstummen, wenn Sie, Sie Alle nicht schweigen.&#8220;</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Nachruf der<br><strong>FÉDÉRATION INTERNATIONALE DES RÉSISTANTS (FIR) &#8211; ASSOCIATION ANTIFASCISTE</strong></p>



<p>Mit tiefer Trauer muss die FIR zur Kenntnis nehmen, dass eine wichtige Persönlichkeit der antifaschistischen Erinnerungsarbeit, der polnische Auschwitz-Überlebende und Präsident des Internationalen Auschwitz-Komitees Marian Turski, im Alter von 98 Jahren verstorben ist.<br>In seiner Ansprache zur Gedenkveranstaltung am 23. Januar 2025 in Berlin, die aufgrund seiner Erkrankung bereits verlesen werden musste, erinnerte er daran, wie er und seine Familie von der NS-Okkupation 1942 in das Ghetto von Lodz verschleppt und 1944 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurde. Dank der Solidarität der Mithäftlinge und seinem Überlebenswillen überlebte er dieses Lager. Bei der Auflösung des Lagers wurde er im Januar 1945 mit einem der Todesmärsche zum KZ Buchenwald verschleppt, bevor er nach Theresienstadt deportiert wurde, wo er am 8. Mai 1945, gezeichnet von den Qualen und Entbehrungen, von der Roten Armee befreit wurde.</p>



<p>Er kehrte zurück nach Warschau und engagierte sich in der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei, wo er ab 1958 als Leiter der historischen Redaktion des Nachrichtenmagazins „Polityka“ wirkte. Auch im hohen Alter übernahm er noch gesellschaftliche Aufgaben in der Erinnerungsarbeit. Er war Vorsitzender des Jüdischen Historischen Instituts in Warschau, Mitglied des Hauptvorstands des Vereins der Jüdischen Kombattanten und Opfer des Zweiten Weltkrieges, Vorsitzender des Rates des Warschauer Museums der Geschichte der polnischen Juden und seit 2021 Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees. In seinen Ansprachen warnte er immer wieder vor dem Erstarken der extremen Rechten in Europa und dem Wiederaufleben von Antisemitismus und Rassismus. Dafür erhielt er in den vergangenen Jahren zahlreiche internationale Auszeichnungen.</p>



<p>Seinen Angehörigen und den Mitstreitern des Internationalen Auschwitz-Komitees drücken wir unser tiefes Mitgefühl zum Verlust dieses aufrechten Menschen, einer wichtigen Persönlichkeit der antifaschistischen Bewegung, aus.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Vilmos Hanti<br>Präsident der FIR  </p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p>Dr. Ulrich Schneider<br>Generalsekretär der FIR</p>
</div>
</div>



<p>OFFICE: Magdalenenstr. 19, D &#8211; 10365 Berlin</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/8736/wir-trauern-um-marian-turski-1926-2025/">Wir trauern um Marian Turski (1926 – 2025)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
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		<title>Wir trauern um Ilse Jacob  (1942 – 2024)</title>
		<link>https://www.auschwitz-komitee.de/7784/wir-trauern-um-ilse-jacob-1942-2024/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Auschwitz-Komitee]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2024 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wir trauern]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.auschwitz-komitee.de/?p=7784</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ilse hat wichtige Spuren hinterlassen. Wir danken ihr für ihr unermüdliches kämpferisches, antifaschistisches Engagement und trauern mit ihrer Familie. Wir werden sie sehr vermissen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/7784/wir-trauern-um-ilse-jacob-1942-2024/">Wir trauern um Ilse Jacob  (1942 – 2024)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="301" height="292" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2024/03/Ilse_Jacob.jpg" alt="" class="wp-image-7785" style="width:370px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption"><sup>© Helga Obens</sup></figcaption></figure>
</div>


<p>Als Tochter kommunistischer Widerstandskämpfer durchlebte Ilse eine furchtbare, vom Faschismus geprägte Kindheit. Ihr Vater Franz Jacob, bis 1933 Abgeordneter der KPD in der Hamburgischen Bürgerschaft, organisierte die kommunistische Widerstandsgruppe Bästlein-Jacob-Abshagen und wurde 1944 hingerichtet, ihre Mutter Katharina Jacob überlebte das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück. Ilse ist aufgewachsen mit den Geschichten ihrer Eltern über Verfolgung, Haft und deren Kampf gegen den Faschismus. Ilse folgte diesem politischen Engagement. Sie wurde eine aufrichtige Antifaschistin, die ihr Wissen und ihre Erfahrung als Zeitzeugin weitertrug. So stand sie auch bei uns im November 2019 auf dem Podium in der Veranstaltung zum Gedenken an die Pogromnacht „Eine falsch eingesetzte Feder macht den Schalter unbrauchbar“ und hat Fragen zu Zwangsarbeit und Sabotage im KZ Ravensbrück beantwortet. Ilse war aktiv in der VVN-BdA, sie war unermüdlich tätig für die Gedenkstätte KolaFu und für das Gedenken am Ehrenhain Hamburger WiderstandskämpferInnen. Darüber hinaus wurde ihr Leben als Lehrerin durch die Berufsverbotspraxis der BRD geprägt. </p>



<p>Ilse hat wichtige Spuren hinterlassen. Wir danken ihr für ihr unermüdliches kämpferisches, antifaschistisches Engagement und trauern mit ihrer Familie. Wir werden sie sehr vermissen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/7784/wir-trauern-um-ilse-jacob-1942-2024/">Wir trauern um Ilse Jacob  (1942 – 2024)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
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		<title>Wir trauern um Éva Fahidi (1925-2023)</title>
		<link>https://www.auschwitz-komitee.de/7451/wir-trauern-um-eva-fahidi-1925-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Auschwitz-Komitee]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Sep 2023 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wir trauern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir müssen Abschied nehmen von unserer Freundin Éva Fahidi, dieser außergewöhnlichen warmherzigen und weisen Frau. Am 11. September 2023 starb sie im Alter von 97 Jahren in Budapest.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/7451/wir-trauern-um-eva-fahidi-1925-2023/">Wir trauern um Éva Fahidi (1925-2023)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ich sage immer: Wir, die auf der Rampe zum Leben &#8222;verurteilt&#8220; wurden – auf einmal sind wir dagestanden, kahlgeschoren, splitternackt. Alle Auschwitz-Überlebenden müssen etwas im Leben mit diesem Trauma anfangen. Wir wollen nicht hassen, einfach aus diesem Grund: weil wir unsere Seele nicht mit dem Hass beflecken wollen. Wir haben die Auseinandersetzung entdeckt! Aber verzeihen können wir nicht! Und wollen wir nicht!</p>
<cite>Éva Fahidi im November 2022 auf einer Veranstaltung des Auschwitz-Komitees zur Pogromnacht am 9. November 1938.</cite></blockquote>



<p>Wir müssen Abschied nehmen von unserer Freundin Éva Fahidi, dieser außergewöhnlichen warmherzigen und weisen Frau. Am 11. September 2023 starb sie im Alter von 97 Jahren in Budapest.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="940" height="1024" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/09/Esther-Eva-und-IAK-Praesidium-940x1024.jpg" alt="Teilnehmende der Generalversammlung 2017 des Internationalen Auschwitz Komitees, v.l.n.r.: Marian Turski, Christoph Heubner, Eva Fahidi, Esther Bejarano, Felix Kolmar und Roman Kent vor der Todesmauer im KZ Auschwitz, © Auschwitz-Komitee in der BRD " class="wp-image-7453" style="width:363px;height:395px" srcset="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/09/Esther-Eva-und-IAK-Praesidium-940x1024.jpg 940w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/09/Esther-Eva-und-IAK-Praesidium-275x300.jpg 275w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/09/Esther-Eva-und-IAK-Praesidium-768x837.jpg 768w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/09/Esther-Eva-und-IAK-Praesidium-1409x1536.jpg 1409w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/09/Esther-Eva-und-IAK-Praesidium-300x327.jpg 300w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/09/Esther-Eva-und-IAK-Praesidium-850x926.jpg 850w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/09/Esther-Eva-und-IAK-Praesidium.jpg 1835w" sizes="auto, (max-width: 940px) 100vw, 940px" /><figcaption class="wp-element-caption"><sup>Teilnehmende der Generalversammlung 2017 des Internationalen Auschwitz Komitees, v.l.n.r.: Marian Turski, Christoph Heubner, Eva Fahidi, Esther Bejarano, Felix Kolmar und Roman Kent vor der Todesmauer im KZ Auschwitz  © Auschwitz-Komitee in der BRD</sup> </figcaption></figure>
</div>


<p>1925 im ostungarischen Debrecen geboren, erlebte Éva eine wohl behütete Kindheit in ihrer großen jüdischen Familie. Zuhause wurde deutsch gesprochen, die sportliche 18-Jährige wollte Pianistin werden. Doch im März 1944, nach der Besetzung Ungarns durch die deutsche Wehrmacht und SS-Einheiten, veränderte sich ihr Leben für immer: Im April wurde ihre Familie ins Ghetto gezwungen, am 27. Juni 1944 dann in Viehwaggons in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Auf der Rampe wurde sie von ihrer Familie und ihrer kleinen Schwester Gilike getrennt, der berüchtigte Dr. Mengele schickte Éva mit einer Handbewegung ins Arbeitslager.</p>



<p>Entwürdigung, Hunger, Durst und unvorstellbare Qualen bestimmten nun ihr Leben. Sie musste die Räumung des sogenannten Zigeunerlagers am 3. und 4. August mit ansehen. 3000 Menschen wurden innerhalb weniger Stunden ermordet.</p>



<p>Mit vier Freundinnen wurde sie am 13. August nach Allendorf in ein Außenlager des KZ Buchenwald verschleppt. Sie mussten Granaten verpacken, Sklavenarbeit, die physische und seelische Folter hinterließ Narben, lebenslang.</p>



<p>Befreit wurde Éva im März 1945, unterwegs brach sie zusammen, wurde von ihren Freundinnen getrennt. Amerikanische Soldaten fanden sie und brachten sie zu Bauern, die sie versorgten. Am 4. November 1945 kam Éva zurück nach Debrecen, 18 Monate nach ihrer Deportation. In ihrem Elternhaus wohnten jetzt ihr fremde Menschen. Es war dort kein Platz mehr für sie. Niemand aus ihrer Familie kam zurück, weder die Eltern noch ihre kleine Schwester oder andere Familienmitglieder. Erst viel später hat sie erfahren: 49 ihrer Verwandten waren in der Shoah ermordet worden.</p>



<p>Im Jahr 1990 hatte der Magistrat von Stadtallendorf (ehemals: Allendorf) 1000 ehemalige Zwangsarbeiterinnen eingeladen, Ungarinnen, die im Lager Münchmühle, einer Außenstelle des KZ Buchenwald, in den Munitionsfabriken Sklavenarbeit verrichten mussten. Éva nahm die Einladung an und traf dort auch einige ihrer Freundinnen wieder.</p>



<p>Fast 60 Jahre hatte sie geschwiegen, sprach nicht über ihre traumatischen Erlebnisse. 2003 besuchte die Gedenkstätte KZ Auschwitz. Jetzt begann sie zu sprechen, sagte, dass sie am Leben geblieben sei, um der Welt zu erzählen, was in Auschwitz geschehen war. Nie wieder dürfe so etwas passieren.</p>



<p>Am 27. März 2004 dann, so schrieb sie, erlebte sie zum ersten Mal, dass Menschen ihr zuhörten, wenn sie vom Holocaust sprach: Auf Bitten des Magistrats von Stadtallendorf hatte sie ihre Erinnerungen aufgeschrieben und in der Stadthalle dort daraus gelesen.</p>



<p>Überhaupt, die Ehrungen: 2012 war ihr bereits das <em>Bundesverdienstkreuz</em> am Bande verliehen worden, 2014 wurde sie Ehrenbürgerin von Stadtallendorf, 2020 der Stadt Weimar.</p>



<p>Gemeinsam mit Esther Bejarano haben wir uns 2014 in Berlin bei einer Buchvorstellung kennengelernt. Esther und Éva umarmten sich, zwei Frauen, die genau wussten, was die andere fühlte und erlebt hatte, die wussten von den Albträumen in der Nacht. Später, 2015, sind wir uns in Lüneburg beim Auschwitz-Prozess wieder begegnet. Éva war eine Nebenklägerin im Prozess gegen den früheren SS-Mann Oskar Gröning, den &#8222;Buchhalter&#8220; von Auschwitz.</p>



<p>Das Jahr 2015 begann für Éva Fahidi mit einer Rede zum 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag, im deutschen Bundestag. Im Oktober 2015 stand sie zum ersten Mal in Budapest auf der Bühne – mit dem Tanztheater „Sea Lavender – Or the Euphoria of Being“, einer berührenden Inszenierung ihres Lebens mit einer jungen Tänzerin. Éva erklärte das so:</p>



<p><em>„Seit 2004 rede ich meinen Holocaust aus mir heraus. Täte ich es nicht, wäre ich im Irrenhaus. Mit dem Tanz kann man sich ganz genau ausdrücken.“</em></p>



<p>Und am 5. November 2015 war sie bei uns in Hamburg zu Gast. Zur Erinnerung an die Pogromnacht 1938 haben die beiden Auschwitz-Überlebenden Esther Bejarano und Éva Fahidi im völlig überfüllten Hörsaal 1 der Universität Hamburg ihre ganz persönlichen, biografisch geprägten Antworten gegeben zur Frage nach der juristischen Aufarbeitung, den juristischen Absurditäten und der politisch motivierten Ausdeutung des Rechts zugunsten der Täter*innen. Endlich wurden Auschwitz-Überlebende und deren Angehörige vor einem deutschen Gericht gehört. <em>&#8222;Es geht nicht um Strafe&#8220;, </em>sagte Éva Fahidi an diesem Abend, <em>&#8222;es geht um das Urteil.&#8220;</em></p>



<p>Und selbst in Pandemie-Zeiten hat Éva an zwei weiteren Veranstaltungen des Auschwitz-Komitees teilgenommen, per Livestream, immer mit Unterstützung durch ihren Begleiter Andor Andrási und umgeben von guten Freund*innen.</p>



<p>Begegnet sind wir uns auch in der Gedenkstätte KZ Auschwitz bei den Generalversammlungen des Internationalen Auschwitz-Komitees 2017 und im September 2022, zuletzt im Oktober 2022 an einem Liederabend für Éva in der Hamburger Kunsthalle.</p>



<p>Trauer und Sehnsucht nach den liebsten Menschen, ihrer kleinen Schwester, ihren Eltern, ihren ermordeten Verwandten, haben Éva immer begleitet. Aber sie wollte nicht hassen, Vorurteile nicht gelten lassen. Éva hatte sich entschieden, dem Hass, dem ewigen Hass keinen Platz in ihrem Leben zu geben. Sie kämpfte für Demokratie und Menschenrechte. Im Sinne eines NIE WIEDER FASCHISMUS – NIE WIEDER KRIEG! hat sie in ihren letzten Lebensjahrzehnten von dem berichtet, was sie erlebt hatte – in Schulen, auf Bühnen, in Parlamenten. Für Éva stand fest: Eine andere Welt ist möglich. Sie bewegte und berührte die Menschen. Wir danken dieser großen, weisen, herzlichen Frau, die sich gegen den Hass entschieden hatte. Wir werden sie vermissen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/7451/wir-trauern-um-eva-fahidi-1925-2023/">Wir trauern um Éva Fahidi (1925-2023)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
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		<title>Wir trauern um Marianne Wilke (1930-2023)</title>
		<link>https://www.auschwitz-komitee.de/7369/wir-trauern-um-marianne-wilke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Auschwitz-Komitee]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jul 2023 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir trauern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland trauert um Marianne Wilke, die am 17. Juli 2023 gestorben ist. Sie wurde 93 Jahre alt und hat ihr politisches Leben ganz dem Kampf für den Frieden gegen Faschismus und Krieg gewidmet. Viele Jahre war sie Vorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschisten (VVN/ BDA) in...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/7369/wir-trauern-um-marianne-wilke/">Wir trauern um Marianne Wilke (1930-2023)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
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<p>Das Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland trauert um Marianne Wilke, die am 17. Juli 2023 gestorben ist. Sie wurde 93 Jahre alt und hat ihr politisches Leben ganz dem Kampf für den Frieden gegen Faschismus und Krieg gewidmet.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/08/Marianne-Wilke.png" alt="" class="wp-image-7431" style="width:323px;height:215px" width="323" height="215" srcset="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/08/Marianne-Wilke.png 800w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/08/Marianne-Wilke-300x200.png 300w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/08/Marianne-Wilke-768x512.png 768w" sizes="auto, (max-width: 323px) 100vw, 323px" /><figcaption class="wp-element-caption"><sup>Marianne Wilke</sup></figcaption></figure>
</div>


<p>Viele Jahre war sie Vorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschisten (VVN/ BDA) in Schleswig-Holstein und in der Funktion auch einige Jahre im Bundesausschuss der VVN aktiv. Mit großem Engagement trat sie als Zeitzeugin in Schulen und bei öffentlichen Veranstaltungen auf, zuletzt am 7. Mai 2023 im Buchladen in der Osterstraße in Hamburg-Eimsbüttel. Das war eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Auschwitz-Komitee und der Organisation Denkmal am Ort.</p>



<p>Marianne Wilke berichtete anschaulich über das Schicksal ihrer Großeltern Lehmann, die als Juden nach Riga deportiert und dort ermordet wurden. Die Erinnerung an die NS-Verbrechen war ihr wichtig, hatte sie doch auch selbst als sogenannte Halbjüdin Rassenhass und nationalsozialistische Hetze gegen Juden erlebt und die gesetzlichen Einschränkungen für die ganze Familie zu spüren bekommen. Ihr Vater war durch die Ehe mit einer Nichtjüdin geschützt, aber ein Bruder ihres Vaters wurde mit seiner Frau&nbsp; nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.</p>



<p>Beeindruckend war ihr klares politisches Urteil auch über die bedrohlichen Entwicklungen in unserer Gesellschaft, z.B. das Erstarken von Rassismus und Antisemitismus, besonders des Rechtspopulismus in Deutschland und in weiten Teilen Europas. Alle, die ihr zuhörten, schätzten ihre Warmherzigkeit, ihre Freundlichkeit, ihren trockenen Humor und ihre große Menschlichkeit.</p>



<p>2015 erhielt sie für ihr ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz. Besonders aber hat sie sich über den Meilenstein gefreut, eine Auszeichnung des Verbandes deutscher Sinti und Roma e.V. ,Landesverein Schleswig-Holstein. Die Medaille wird an Menschen verliehen, die sich in herausragender Weise für die Minderheit der Sinti und Roma engagieren und sich mit ihren Forderungen solidarisieren.</p>



<p>Marianne Wilkes Stimme ist jetzt verstummt, aber sie hinterlässt viele Spuren. Das Auschwitz-Komitee wird sie in dankbarer Erinnerung behalten und in ihrem Sinne in seiner Arbeit den Kampf gegen Krieg und Faschismus fortsetzen.</p>


<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/7369/wir-trauern-um-marianne-wilke/">Wir trauern um Marianne Wilke (1930-2023)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
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		<title>Wir trauern um Traute Lafrenz-Page (1919-2023)</title>
		<link>https://www.auschwitz-komitee.de/7263/wir-trauern-um-traute-lafrenz-page-1919-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Auschwitz-Komitee]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Apr 2023 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir trauern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Jüdische Gemeinde verlieh am 13. September 2009 zwei Herbert-Weichmann-Medaillen an zwei mutige Frauen aus dem Widerstand gegen das Nazi-Regime: die eine war „unsere“ Elsa Werner, Gründungs- und Vorstandsmitglied des Auschwitz-Komitees, die andere war Traute Lafrenz, die dem Widerstandskreis der Weißen Rose angehörte. Traute Lafrenz wurde 1919 in Hamburg geboren, studierte in München Medizin und...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/04/Traute_Lafrenz-1024x773.jpg" alt="Traute Lafrenz-Page mit Esther Bejarano (li.) am 13. September 2009 anlässlich der Verleihung der Herbert-Weichmann-Medaille an Traute Lafrenz-Page durch die Jüdische Gemeinde in Hamburg." class="wp-image-7264" width="303" height="229" srcset="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/04/Traute_Lafrenz-1024x773.jpg 1024w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/04/Traute_Lafrenz-300x226.jpg 300w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/04/Traute_Lafrenz-768x580.jpg 768w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/04/Traute_Lafrenz-1536x1159.jpg 1536w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/04/Traute_Lafrenz-850x641.jpg 850w, https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2023/04/Traute_Lafrenz.jpg 1549w" sizes="auto, (max-width: 303px) 100vw, 303px" /><figcaption class="wp-element-caption"><sup>Traute Lafrenz-Page mit Esther Bejarano (li.) am 13. September 2009 anlässlich der Verleihung der Herbert-Weichmann-Medaille an Traute Lafrenz-Page durch die Jüdische Gemeinde in Hamburg. © Privat</sup></figcaption></figure>
</div>


<p>Die Jüdische Gemeinde verlieh am 13. September 2009 zwei Herbert-Weichmann-Medaillen an zwei mutige Frauen aus dem Widerstand gegen das Nazi-Regime: die eine war „unsere“ Elsa Werner, Gründungs- und Vorstandsmitglied des Auschwitz-Komitees, die andere war Traute Lafrenz, die dem Widerstandskreis der Weißen Rose angehörte.</p>



<p>Traute Lafrenz wurde 1919 in Hamburg geboren, studierte in München Medizin und war mit den Geschwistern Scholl eng befreundet. Sie organisierte mit Sophie Scholl Papier und Briefumschläge und brachte im November 1942 das dritte Flugblatt der Weißen Rose nach Hamburg. Sie nahm an zahlreichen Zusammenkünften der Münchner Widerstandskämpfer teil und ging auch zu den Beerdigungen der Ermordeten. Ab 1943 war sie in Haft und wanderte nach der Befreiung in die USA aus, wo sie ihr Medizinstudium beendete. Sie heiratete, bekam vier Kinder und stellte auch in den USA ihr Leben als Leiterin einer heilpädagogischen Schule in den Dienst des Gemeinwohls. Sie hat zeitlebens auf die Stimme ihres Gewissens gehört.</p>



<p>Der Tag der Verleihung der Medaille war ein glücklicher Tag für viele Beteiligten. Esther und Traute verstanden sich selbstverständlich sehr gut. Mutig, freundlich, kommunikativ und weise, so behält das Auschwitz-Komitee Traute Lafrenz-Page in Erinnerung. &nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.auschwitz-komitee.de/7263/wir-trauern-um-traute-lafrenz-page-1919-2023/">Wir trauern um Traute Lafrenz-Page (1919-2023)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.auschwitz-komitee.de">Das Auschwitz-Komitee</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wir trauern um Zofia Posmysz</title>
		<link>https://www.auschwitz-komitee.de/6856/wir-trauern-um-zofia-posmysz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Auschwitz-Komitee]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2022 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir trauern]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.auschwitz-komitee.de/?p=6856</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auschwitz-Überlebende in aller Welt verabschieden sich mit schwerem Herzen, voller Dankbarkeit und Hochachtung von ihrer Freundin, Leidensgenossin, Weggefährtin und großen Schriftstellerin Zofia Posmysz, die heute im Alter von 98 Jahren im Hospiz zu Oswiecim verstorben ist</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Auschwitz-Überlebende in aller Welt verabschieden sich mit schwerem Herzen, voller Dankbarkeit und Hochachtung von ihrer Freundin, Leidensgenossin, Weggefährtin und großen Schriftstellerin Zofia Posmysz, die heute im Alter von 98 Jahren im Hospiz zu Oswiecim verstorben ist.</h2>


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<figure class="alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="240" height="160" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2022/08/zofia_posmysz.jpg" alt="" class="wp-image-6857"/><figcaption><sup>Zofia Posmysz, polnische Schriftstellerin und Auschwitz-Überlebende, im Alter von 98 Jahren im Hospiz zu Oswiecim verstorben. Foto: Pawelsawicki, Zofia Posmysz, Ausschnitt von KGS / IAK Berlin, CC BY-SA 3.0</sup></figcaption></figure>
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<p>Die 1923 geborene Zofia Posmysz war eine 18jährige Schülerin als sie als Angehörige des polnischen Widerstandes beim Verteilen von Flugblättern in Krakau von den Deutschen verhaftet und nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurde. Nach zweieinhalbjähriger Haft in Auschwitz wurde sie nach Ravensbrück verschleppt. Ihre Befreiung erlebte sie als noch 21jährige junge Frau am 2. Mai 1945. Nach ihrer Rückkehr nach Polen und einem Studium war sie später als Journalistin beim polnischen Rundfunk tätig und begann ihren Weg als Autorin von Hörspielen und Schriftstellerin. 1962 erschien ihr bekanntestes Werk, das Hörspiel &#8222;Die Passagierin&#8220;, das dem polnischen Regisseur Andrzej Munk als Filmvorlage diente und den Komponisten Mieczyslaw Weinberg zu seinem Hauptwerk, der Oper &#8222;Die Passagierin&#8220; inspirierte: Eine Auschwitz-Überlebende trifft auf einem Ozeandampfer auf der Überfahrt nach Amerika auf eine ehemalige SS-Angehörige, die sie in Auschwitz als Vorgesetzte eines Wachkommandos im Frauenlager von Birkenau erlebt hat. Die schon 1968 vollendete Oper konnte erst 2010 bei den Bregenzer Festspielen in Anwesenheit von Zofia Posmysz erstmals szenisch aufgeführt werden und erlebt seitdem weltweit zahlreiche Inszenierungen, bei denen Zofia Poszmyz häufig anwesend war und vom Publikum verehrt und getragen wurde. Ihrem Hörspiel hat Zofia Posmysz zahlreiche weitere Veröffentlichungen hinzugefügt, die belegen, welch zentrale Rolle die Erinnerung an ihre Mithäftlinge und das Erleben von Auschwitz in ihrem Leben eingenommen hat. Zofia Poszmysz war Trägerin des Ordens des Weißen Adlers, des höchsten Ordens der Republik Polen und des Bundesverdienstkreuzes.</p>



<p>Zum Tod von Zofia Posmysz betonte in Berlin Christoph Heubner, der Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees:</p>



<p>&#8222;Für Auschwitz-Überlebende war es immer ein großer Trost und eine große Beruhigung, daß die Stimme von Zofia Posmysz in der ganzen Welt hörbar war. Mit ihren literarischen Werken, die andere bedeutende Künstler aufschreckte und inspirierte, war sie eine Übersetzerin der Empfindungen und Erinnerungen vieler Überlebender von Auschwitz und auch eine Stimme der in Auschwitz Ermordeten. Getragen von ihrem katholischen Glauben und ihrer tief empfundenen Verpflichtung gegenüber ihren ehemaligen Mithäftlingen hat sie immer wieder das Gespräch mit jungen Menschen in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim/Auschwitz gesucht, die ihr zu einem Lebenszentrum und zu ihrer zweiten Heimat geworden ist. Zu den Gruppen, die sie zum Gespräch traf, gehörten über viele Jahre&nbsp; Auszubildende der Volkswagen AG, die sich in Auschwitz bei der Erhaltung der Gedenkstätte engagierten. &#8222;Mich hat Auschwitz nie verlassen&#8220;, war einer ihrer Kernsätze bei diesen Gesprächen, zu denen aber auch der Satz gehörte: &#8222;Die Gespräche mit Euch machen mir Mut und geben meinem Leben einen Sinn.&#8220;</p>



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<ul class="has-small-font-size wp-block-list"><li><a href="https://www.auschwitz.info/de/presse/pressemitteilungen/presseinfo-einzeln/lesen/zofia-posmysz-polnische-schriftstellerin-und-auschwitz-ueberlebende-im-alter-von-98-jahren-gestorb.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.auschwitz.info/de/presse/pressemitteilungen/presseinfo-einzeln/lesen/zofia-posmysz-polnische-schriftstellerin-und-auschwitz-ueberlebende-im-alter-von-98-jahren-gestorb.html</a></li></ul>
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		<title>Wir trauern um Felix Kolmer</title>
		<link>https://www.auschwitz-komitee.de/6862/wir-trauern-um-felix-kolmer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Auschwitz-Komitee]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2022 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wir trauern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tschechisch-jüdischer Auschwitz-Überlebender und tschechischer Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees Prof. Felix Kolmer im 100. Lebensjahr gestorben</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Tschechisch-jüdischer Auschwitz-Überlebender und tschechischer Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees Prof. Felix Kolmer im 100. Lebensjahr gestorben</strong></h2>


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<figure class="alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="240" height="160" src="https://www.auschwitz-komitee.de/wp-content/uploads/2022/08/felix_kolmer.jpg" alt="" class="wp-image-6864"/><figcaption><sup>Prof. Felix Kolmer, tschechisch-jüdischer Auschwitz-Überlebender und tschechischer Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees im 100. Lebensjahr gestorben. Bild: memoryofnations.eu, IAK Berlin</sup></figcaption></figure>
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<p>Im jüdischen Altersheim Hagibor in Prag ist heute Morgen der tschechisch-jüdische Auschwitz-Überlebende und tschechische Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees Prof. Felix Kolmer im 100. Lebensjahr gestorben.</p>



<p>Felix Kolmer, der 1941 nach Theresienstadt und 1944 nach Auschwitz deportiert worden war, erlebte seine Befreiung im Alter von 23 Jahren in einem Außenlager des KZ Groß-Rosen. Nach dem Krieg studierte Felix Kolmer Physik und lehrte später als weltweit anerkannter Akustiker an der Technischen Universität Prag.&nbsp;</p>



<p>Zum Tod Felix Kolmers betonte in Berlin Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees:</p>



<p>„Felix Kolmer hatte sehr bald nach seiner Befreiung aus den Lagern beschlossen, sein Leben nie vom Hass vergiften zu lassen, obwohl er in Theresienstadt und anderen Lagern seine Mutter und weitere Angehörige verloren hatte. Über viele Jahre suchte Felix Kolmer als Zeitzeuge das Gespräch mit jungen Menschen in Deutschland und in anderen Ländern Europas und schreckte auch vor Diskussionen mit Rechtsextremen nicht zurück. Sein Engagement für die Versöhnung zwischen Tschechen und Deutschen fand seinen Ausdruck in seiner langjährigen Mitarbeit im Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. Bis in seine letzten Lebensmonate hinein war Felix Kolmer einer der wichtigsten und glaubwürdigsten Brückenbauer im Gespräch zwischen Tschechen und Deutschen. Unvergessen bei vielen seiner Schicksalsgenossen bleibt auch sein Eintreten für die Entschädigung aller Überlebenden der deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager und die Zwangsarbeiter. Als Vorsitzender der in Köln angesiedelten Beratungsstelle für NS-Verfolgte trat er über viele Jahre für die Interessen der Menschen ein, die dasselbe Schicksal erlitten hatten wie er. Felix Kolmer war Träger des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland, des Sächsischen Verdienstordens sowie anderer hoher Auszeichnungen.&nbsp; Auschwitz-Überlebende verabschieden sich mit großer Trauer von ihrem Leidensgenossen und Weggefährten Felix Kolmer, einem großen Zeitzeugen und Menschenfreund. Sie werden nie vergessen, wie es Felix Kolmer mit seiner leisen und beharrlichen Freundlichkeit gelungen ist, Menschen zusammenzuführen und sie an den Erinnerungen und Erfahrungen aller Holocaust-Überlebenden teilhaben zu lassen. Tief geprägt von seiner lebenslangen Verwurzelung in der Pfadfinderbewegung war Felix Kolmer auch ins hohe Alter hinein ein Motivator und Netzwerker, der Menschen auf dem Weg zueinander immer wieder in Bewegung gebracht hat. Felix Kolmer wird uns in den gegenwärtigen Auseinandersetzungen angesichts der Entwicklung von Antisemitismus und rechtsextremen Hass bitter fehlen.“&nbsp;</p>



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<ul class="has-small-font-size wp-block-list"><li><a href="https://www.auschwitz.info/de/presse/pressemitteilungen/presseinfo-einzeln/lesen/tschechisch-juedischer-auschwitz-ueberlebender-und-tschechischer-vizepraesident-des-internationalen.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.auschwitz.info/de/presse/pressemitteilungen/presseinfo-einzeln/lesen/tschechisch-juedischer-auschwitz-ueberlebender-und-tschechischer-vizepraesident-des-internationalen.html</a></li></ul>
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